Intuitive Viszerale Arbeit
– die Sprache der Organe verstehen

Die Intuitive Viszerale Arbeit ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die das tiefe Lauschen auf die Weisheit der Organe in den Mittelpunkt stellt. Sie verbindet anatomisches Wissen mit feinfühliger Wahrnehmung und therapeutischer Intuition. Diese besondere Form der Körperarbeit ermöglicht es, in einen Dialog mit den inneren Organen zu treten und ihre verborgene Sprache zu verstehen.
Drei Säulen der Intuitiven Viszeralen Arbeit
Anatomisches Wissen
Ein tiefes Verständnis der Anatomie, Physiologie und embryologischen Entwicklung bildet das Fundament. Nur wer die Strukturen kennt, kann ihre subtilen Botschaften wahrnehmen.
Geschulte Wahrnehmung
Durch Techniken wie Global Listening, Local Listening und Thermographie entwickeln Praktizierende eine verfeinerte Wahrnehmung für die Bewegungen und Rhythmen der Organe.
Therapeutische Intuition
Die Fähigkeit, über das Offensichtliche hinauszuspüren und die tieferen Bedürfnisse des Gewebes zu erkennen, unterscheidet die intuitive von der rein mechanischen Herangehensweise.
Intuitive Wahrnehmung
Im Gegensatz zu manipulativen Techniken beginnt die Intuitive Viszerale Arbeit mit dem Lauschen. Die Hände der Therapeutin nehmen wahr, ohne zu bewerten oder zu verändern. Dieser respektvolle erste Kontakt schafft einen sicheren Raum, in dem sich das Organ zeigen und seine Geschichte erzählen kann. Basierend auf dem, was wahrgenommen wird, entwickelt sich die Behandlung. Manchmal braucht ein Organ sanfte, lauschende Berührungen, die ihm erlauben, seinen eigenen Weg zurück zur Balance zu finden. Ein anderes Mal sind klarere, mobilisierende Kontakte gefragt, um festgehaltene Muster zu lösen. Die Kunst liegt darin, zu spüren, was gerade gebraucht wird um dann aus einem authentischen Selbst heraus zu handeln.
Die Wahrnehmungsebenen der Intuitiven Viszeralen Arbeit:
- erspüren von Gewebequalität (physisch)
- wahrnehmen des autonomen Nervensystems (neuronal)
- registrieren gespeicherter Emotion (emotional)
- energetisches Gewicht wahrnehmen (energetisch)
- metaphorische Bedeutung verstehen(metaphorisch)
- sich der poetischen Schönheit bewusst sein(poetisch)
- die tiefere Weisheit erkennen und ehren(spirituell)
Das Besondere der Intuitiven Viszeralen Arbeit
Respekt vor der Weisheit des Körpers
Die Intuitive Viszerale Arbeit vertraut auf die inhärente Weisheit des Körpers. Statt Korrekturen von außen aufzuzwingen, werden die Selbstheilungskräfte aktiviert und unterstützt. Der Therapeut wird zum Begleiter, nicht zum Dirigenten des Heilungsprozesses.
Integration von Körper, Geist und Seele
Organe werden nicht nur als physische Strukturen behandelt, sondern als Träger unserer Lebensgeschichte. Die Leber kann Wut speichern, die Lunge Trauer, das Herz unerfüllte Sehnsucht. Durch die intuitive Herangehensweise können diese emotionalen Aspekte sanft integriert werden.
Der Dialog als Heilungsweg
In der Intuitiven Viszeralen Arbeit entsteht ein Dialog zwischen Therapeut, Klient und Organ. Dieser dreiseitige Austausch ermöglicht tiefgreifende Veränderungen, die über die rein körperliche Ebene hinausgehen.
Für Klienten
Eine Sitzung in Intuitiver Viszeraler Arbeit beginnt meist mit einem ausführlichen Gespräch. Es ist Zeit, Ihre Geschichte zu hören – nicht nur die Aufzählung Ihrer Symptome, sondern die des ganzen Menschen. Die eigentliche Behandlung findet in bequemer Kleidung auf einer Behandlungsliege statt.
Die Berührungen sind sanft und respektvoll. Sie werden eingeladen, wahrzunehmen, was in Ihrem Körper geschieht. Manche Menschen spüren Wärme, Bewegung oder emotionale Regungen. Andere erleben tiefe Entspannung. Jede Erfahrung ist richtig und wichtig.
Für Therapeuten
Die Ausbildung in Intuitiver Viszeraler Arbeit ist ein Weg der persönlichen und professionellen Entwicklung. Sie umfasst:
Selbsterfahrung: Bevor wir die Organe anderer berühren, lernen wir unsere eigenen kennen. Durch Embodiment-Übungen, Meditation, Aufstellungsarbeit, Theater und Bewegung entwickeln wir eine tiefe Verbindung zu unserer eigenen inneren Welt.
Anatomisches Studium: Lebensgroße Body-Maps, anatomische Modelle und praktisches Üben vermitteln ein dreidimensionales Verständnis der Organstrukturen.
Wahrnehmungsschulung: Durch vielfältige Übungen verfeinern wir unsere Tastwahrnehmung und lernen, die Ebenen der Intuitiven Viszeralen Arbeit zu erfassen.
Therapeutische Fertigkeiten: Vom sanften Lauschen über präzise Mobilisationen hin zur dynamischen Lösung im Organ gespeicherter Erfahrung erlernen wir ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten.
Integration: Meditation und Reflexion helfen, das Gelernte zu integrieren und die eigene therapeutische Persönlichkeit zu entwickeln.
Ausbildung: Intuitive Viszerale Arbeit

In der Intuitiven Viszeralen Arbeit lauschen wir dem Lied der Organe. Wir gehen in Beziehung zu den Organen unserer KlientInnen, sodass sie wieder und stärker in Beziehung zu sich selbst gehen können.
Ein Teil des Kurses wird die Beschäftigung mit der Anatomie sein, denn nur ein Organ, dessen Lage und Aussehen vertraut ist, kann sich uns in der Palpation darstellen. Im Rahmen der Anatomie spielen die Embryologie, die nervale Versorgung, die ligamentäre Aufhängung, die direkten Nachbarn und die Fernbeziehungen wichtige Rollen, um die Melodie eines Organes zu verstehen. Die Anatomie wird in einem Mix aus PowerPoint Präsentation, Anatomie-Modellen und kreativem Ausdruck erarbeitet.
Die viszerale Diagnostik mit Global Listening, Local Listening und Thermografie wird intensiv geübt und kann unser Repertoire der Craniosacralarbeit ergänzen.
In dieser Kursreihe sind Elemente der viszeralen Osteopathie, der viszeralen Manipulation und biodynamische Elemente mit Craniosacraler Arbeit vereint. Im Wechsel zwischen stillem Lauschen auf die Rhythmen der Organe und den intensiveren Techniken der viszeralen Manipulation werden wir in die Tiefe der viszeralen Berührungen eintauchen.
Thorax
Herz – Lunge – Autonomes Nervensystem
– Raum für Atem und Sein –
Im Brustkorb wohnen zwei der bedeutsamsten Organe unseres Lebens: das Herz als Mitte unseres Seins, die Lunge als Ausdruck unserer Verbindung zur Welt. Hier, wo Atem und Herzschlag im ewigen Dialog stehen, entfaltet die viszerale Arbeit eine besondere Tiefe.
In diesem Kurs lernst du, Herz, Lunge und der ganzen Architektur des Thorax feinfühlig zu lauschen und zu begleiten. Wir arbeiten mit dem Zwerchfell als Grenzgänger zwischen zwei Welten, erkunden das Vagus-Protokoll zur vegetativen Regulation und tauchen in die Seelenzentren von Solarplexus, Herz und Kehle ein. Ein eigenes Behandlungskonzept für die Rekonvaleszenz nach Atemwegserkrankungen ergänzt den Kurs.
ZIELGRUPPE Craniosacral Arbeitende, Osteopathen, Physiotherapeuten
ORT Buchholz in der Nordheide
TERMIN 23.-25. Oktober 2026
Preis Frühbucher 300,-€
Spätbucher ab 23.09.2026 350,-€
Urogenitalsystem
Urogenitalsystem – Nieren, Blase, Fortpflanzungsorgane
Das wässrige System einladen wieder in seinen geordneten Fluß zu kommen, bei der Empfängnis neuen Lebens zu unterstützen sind Teil dieses Kurses.
ZIELGRUPPE Craniosacral Arbeitende, Osteopathen, Physiotherapeuten
ORT Buchholz in der Nordheide
TERMIN 29. – 31. Januar 2027
Preis Frühbucher 300,-€
Spätbucher ab 1.1.2027 350,-€
Abdomen
Abdomen – Verdauungssystem und Milz
Dem Verdauungssystem in seinem Verlauf wieder auf die Sprünge helfen, mit einer Kombination aus stillen, lauschenden Berührungen der viszeralen Arbeit und den deutlichen, mobilisierenden Kontakten der viszeralen Manipulation. Das feine Gespür, welche dieser Modalitäten in der jeweiligen Situation, die richtige ist, wird ausgiebig geübt. Der Milz räumen wir in diesem Kurs den ihr gebührenden Platz ein, da sie zwar den Raum mit dem Verdauungssystem teilt, aber nicht Bestandteil desselben ist und dadurch oft übersehen wird.
ZIELGRUPPE Craniosacral Arbeitende, Osteopathen, Physiotherapeuten
ORT Buchholz in der Nordheide
TERMIN 15. – 18. April 2027
Preis Frühbucher 400,-€
Spätbucher ab 15.3.2027 450,-€
Die von mir eingesetzten Diagnose- und Therapieverfahren sind wissenschaftlich nicht anerkannt und nicht durch Studien belegt. Sämtliche Angaben zu ihrer Aussagekraft und Wirkung beruhen auf Erfahrungen und Beobachtungen aus der therapeutischen Praxis.